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Full text of "Historisch-politische Blätter für das katholische Deutschland"

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BEN \ 





Hiſtoriſch· politiſche Hlätter 
für das 
katholiſche Deutſchland. 

Des Jahrgangs 1882 | 


Zweiter Band. 


hiſtoriſch· politiſche 


Blätter 


für das 


katholiſche Deutfchland 


herausgegeben 


Edmund Zörg un Franz Binder. 


Eigenthum der Familie Görres.) 


Reunzigfter Band. 





München 1882. 
In Eommiffion der Literariſch⸗artiſtiſchen Anſtalt. 


RE ——— — 
— — — — — 
— — — — — 


STANFORD unıvERBiTY 
LIBRARI 


STACKS 
DeSiL'ser 


Suhaltsverzeichniß. 


J. Bittoria Goloma . . . : a 


II. Der Socialftaat, ber Finanzflaat und bie Co⸗ 
Ionialpolitit in Frankreich SEEN — 


III. Zur Frage über ben Verfaſſer ber Nachfolge Chriſti 


IV. Harmonische Beziehungen zwiſchen Scholaſtik und 
moberner Naturwiſſenſchaft —— 


V. Zeitläufe. 
Die Ereigniſſe in Aegypten und was fie über 
ben Orient lehren? . . . . R 


. 


VI. Janſſens Stier -» : 2020. P 


VII. Der Socialflaat, ber Finanzſtaat und bie Co⸗ 
Tonialpolitit in Frankreich (Schluß.) — 


VIII. Vittoria Colonna (SchlußJd.. 


Seite 


22 


38 


48 


61 


77 


81 


9 


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XIV. 


XVI. 


XVIL 


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Sucemeer zıs Gooeeriureg ı lee 
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Sızhemfmmmet . . .» 
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Guige Streit tagea aut cz Geäiße 
iqgung tb King Bund . . . . 
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Ter Eulmrmfamzr‘ in It antteich un: ieine laden- 
ben Green Zac Yes * 


Zeitlänfe, 

Tie erientaliige Berwidiung neneñen Tarıms. 
Aegyrien une ter Jslam. Tie Eimzelmitre un 
kas „Genen . . . 4 — 


Schweizer Slizzen und Bilder. 
OL Rach Baſel —— 


Einige Streitiragen aus der Geſchichte der Ab⸗ 
fegung bes Könige Wenzel. II. (Schluß) 


Tr. Biliam George Barb 


KHeinri ven Reilnau, ein großer Abt und Staats: 
mann ee et ee Ta gi 


Aphorismen aus einigen ungebrudten Briefen 
bes Abb6 Lamennais Pa er 


18 


249 


267 


294 


XXII. 


XXIII. 


XXIV. 


XXV. 


XXVI. 


XXVII. 


XXVIII. 


XXXI. 


XXXIL 


Zeitläufe. 

Die neuen Fragen der Sphynr. 

Der „Couponkrieg" und feine Gegner — Eng⸗ 
land und bie anderen Mächte . PO 


Ein Zfaias:Commentar . . 


Zur Inquifitionsfrage —A ZT; 


Socialpolitiſche und vollswirthfchaftlidde Novitäten. 


(Perin. Schaffle. v. Schönberg) ER. 


Zum Jahrestag des römiſchen Frevels vom 
13. Zuli 1881 En de 


Die gallitanifhe Kirche und die ET Re: 
volution — — % 
(Nah gervis.) 


Zeitläufe. 
Die Reihstagsreben bes Fürjten Bismard vom 
12. und 14. Zuni d. 38. . R 2 . . 


Die katholiſche Diafpora Norddeutſchlands. 
3, Die nordiſchen Miffionen 5 


Die neuere Literatur über das Bistum Pafjau 


Die öfterreichifche Schulfrage 


Am Vorabend der italienifchen Parfamentss 
wablen . 2 : E R E A P 


Zur Geſchichte über ben — des Kirchen⸗ 
ſtaates . 


VII 


Seite 


305 


319 


325 


354 


366 


382 


391 


439 


463 


476 


VIII 


XXXIII. 


XXXIV. 


XXXV. 


XXXVI. 


Be; 


XXVII. 


XXXVIIL 


XXXIX. 


XLIV. 


Die Stiftoklirche in Ellwangen . 


Die katholiſche Diafpora Norddeutſchlands. 
3. Die nordiſchen Miffionen (Fortf.) 


Dr. Karl Johann Greith, Biſchof von St. Gallen 


Poetiſches. 
J. W. Kreiten's Heimatweiſen aus der Fremde 


Schweizer Skizzen und Bilder. 


IV. Das Shwegerland . . .: — 
Zeitläufe. 

Die Entfheidung in Aegypten; England und 
bie Mächte De rt 


Onno Klopp’s neueftes Geſchichtswerk. 
Das Jahr 1683 und ber große Türkenkrieg 


Dr. Ebwarb Bouverie Pufey -. - - 


Zum fiebenten Eentenarium bes hl. Franziskus 


Zeitläufe. 
Aus Anlaß der Landtags⸗Neuwahlen in Preußen 


. Schweizer Skizzen und Bilder. 


V. Das alte Baſel 


Die katholiſche Diaſpora Norddeutſchlands. 
3. Die nordiſchen Miſſionen (Schluß) 


543 


561 
584 


602 


XLV. 


Onno Klopp's neueſtes Geſchichtswerk. 
Das Jahr 1683 und der — — 


(Schluh).... 


. Dr. Anton Rulanb . R . . P R 


. Hiſtoriſche Miscellen. 


Beiträge zur Geſchichte des deutſchen Volles. 
(Sauer. Otto. Gramich. Czerny. Wiedemann.) 


XLVIII. Mejico und die Vereinigten Staaten 
XLIX. Zeitläufe. 
Rußland, Polen und die deutſche Wirthſchaftspolitik 
L. Schweizer Skizzen und Bilder. 


LI. 


LII. 


LIII. 


LIV. 


LV. 


LVI. 


LVII. 


V. Das alte Baſel (Schluß) 


Angelo Secchi über die Größe der Schöpfung 


Liber de causis 
Der Schweizer Künſtler Paul v. Deſchwanden 


Der gegenwärtige Stand der ——— Be⸗ 
wegung in Frankreich 


Bilder aus den Alpenländern. 
IL Aus dem Gafteiner Thale 


Poetiſches. 
II. Dichtungen von Franziska von Hoffnaaß 


Der Bankerott ber franzöſiſchen Republik 


IX 


Seite 


677 


686 


693 


706 
713 
717 


737 


751 


717 


781 


LYUL 


LK 


LXI. 


LXII. 


LXIII. 


LXIV. 


LXV. 


LXVI. 


LXVII. 


Em neues Hınbbud ber Urtundenlebre 


Gleffen zu ven Peiter Delegatiens-BVerh and lun⸗ 
gen bezüglich Rußlands und ter Balkanjlaven 


Zur Rechtjfertigung ver Philoſophie ber Geſchichte 
als einer beionderen Wiſſenſch aii. 


L Die Geſchichtswiſſenſchaĩt 


Bilder aus den Alpenlänbern. 
I. Aus dem Gafleiner Thale (Schluß) 


Zwei Bildercyklen von Joſeph von Fũhrich. 


Das Leben Mariens und bie Legende vom heil. 
BDendeln.: in un ee 


Zeitläufe. 

Randgloſſen Ju neueren Verlautbarungen in ber 
ſocialpolitiſchen Tiscufion. L Zurechtſeßung 
bes Standpunfis. — Die Krage vom „Gapita: 
| (7): 1117 DE 


Zur Rechtfertigung ber Bhilofophie der Geſchichte 
als einer befonberen Wiſſenſchaft. 


L Die Geſchichtswiſſenſchaft (Schluß) 


Silhouetten aus Deiterreid: 
Zur neuen Reiheraths «Sefjion. L Die — 


bes Volkaſchulgeſetzes 


Der neueite proteſtantiſche Reveille „gegen Rom” 


Poetifches. 
III. Gedichte von F. W. Weber ee 


Seite 


809 


828 


853 


866 


872 


: 889 


912 


927 


937 


LXVII. 


LXIXL 


LXX. 


Zeitläufe. 

Randgloſſen zu neueren Berlautbarungen in ber 
fecialpolitiihen Discuffion. IL Der Streit der 
Schulen: Perin und bie „Staats= Socialiften.” 
Die fociale Rettung in ber Corporation . . 


Schweizer Skizzen und Bilder. 
VI. Das Heutige Bf» 2 20 20 


Die deutſchen Katholifen in ben Vereinigten 
Staaten . . i » — — 


Seite 


943 


967 















































































































































































































































9” Aus unb über Frankreich. 


als die jungen Zweige, welche aus ben Wurzelftäden ber 
verbrannten Wälver fehr üppig heroorfchießen. Das DVer- 
brennen der Wälder durch die Araber hat keinen andern 
Grund, e8 ijt eine Folge ihrer nomadifchen Lebensweife. Es 
iſt aber auch eine Haupturfache der Feindſeligkeit gegen bie 
dagegen einfchreitenden Franzoſen und ber Aufftände, welche 
für diefe ſtets jo empfindlich find. 

Die Befiedelung der an Tunis grenzenben Provinz Con⸗ 
itantine it durch die Anlage von Eiſenſteinbergwerken in 
Schwung gebradyt worben. Hauptjächlich wegen ber Berg: 
werfe wurden mehrere Bahnen, wie Bona-Gelma-Sukharra, 
gebaut, welche bei bem Borgehen gegen Tunis gute Dienfte 
leifteten. Cine Bahn von dem Hafen Philippeville nach 
Gonftantine und Bakna ift in Betrieb und fol binnen zwei 
Jahren bis Biskra, auf der hier in ungewöhnlicher Entfernung 
vom Ufer beginnenden Hochebene, geführt werben. Die Weiter: 
führung bis Tuggurt und Wargla ift geplant. Beide Orte 
liegen tief in der Sahara, Wargla iſt 600 Kilometer vom 
Meere entfernt. Diefe lange Bahnftredte durchſchneidet zahl: 
veihe fruchtbare Thäler, mehrere Dafen, wovon biejenige 
von Saghem einige Tagreifen Durchmefjer hat, große Sümpfe, 
Seen und Wälder enthält. In den Wüftenftrichen find ſchon 
mehrfach reichliche Quellen erbohrt worden, deren Waſſer 
Palmpflanzungen und dadurch die Anlage und Vergrößerung 
von Dajen ermögliht. Es ift nur eine Frage ber Zeit, 
von der Küfte bis Wargla das Land zu befieveln und in 
eine Kornfammer umzuwandeln. Freilich ift dazu unbedingt 
nothwendig, die Nomaden abzuhalten. Einmal bi Wargla 
vorgebrungen, wird das weitere Vorrüden durch die Sahara, 
mittelft Eifenbahnen bis zum Senegal, ebenfalls moͤglich 
werden. Die Sahara bietet überall Dafen und bie Mög- 
lichkeit Baumpflanzungen und Brunnen anzulegen. 

Die vom Cardinal Lavigerie, Erzbifchof von Algier uub 
apoftolifcher Vilar von Tunis, ausgefendeten Glaubensbiiige- 
Nihard und Kerambon find übrigens ſchon etwa 1000 A⸗ 




























































































































































































































































































































































































248 TouriftensErinnerungen. Nah Bafel. 


hier ein Häuflein den Hort des katholiſchen Glaubens fich ge: 
treulih bewahrt. 

Die Nähe der Millionenftaut — Bafel fol unter feinen 
Bürgern nunmehr 216 Millionäre zählen — machte fid gel: 
tend : immer mehr Gärten und Landhäufer, immer zahlreicher 
die Minarets der modernen Eultur, immer zahlreicher die Lich⸗ 
ter, immer reger der Verkehr, immer näher die diabolifche Mufit 
ber Lolomotiven, immer weitläufiger das Schienennek, immer 
gemachlicher die Bewegung des Zuge. Endlich war das Ziel 
erreiht. Wem nad qualvoller Haft die Kerkerpforte ſich öffnet, 
ber könnte nicht froher ſeyn, als meine Wenigfeit es gewefen. 
Mein Leben lang werbe ih an Sonn- und Feiertagen fein Billet 
dritter Klafje mehr löſen. 





















































366 Aus König Wenzels Zeit. 


erfordert, Erzbifhof Johann von ber fhweren 
Schuld, die feit Jahräunderten auf ſeinem Namen 
laftet, freizufpreden.“ 

Der Zahn der Zeit hat die ungerechte Inſchrift auf 
dem Kreuze bei Klein-Englis ausgetilgt: möge diefelbe Ver: 
daͤchtigung nun auch dauernd aus ben Gefchichtswerten ver: 
ſchwinden und man endlih dem Mannc gerecht werben, der 
bei aller perfönlichen Seldftfucht, Schlauheit und Geriebenheit 
denn doch den Meuchelmorb verfchmähte, im Webrigen aber 
einer ber beveutendften Kurfürften der Mainzer Kirche und 
einer ber hervorragendften Kanzler des deutfchen Reiches war, 
dem auch derſelbe Trithemius, der al8 getrener Chronift 
uns die vorwurfsvolle Inſchrift aufbewahrt und uns fein 
ſchlaues, ehrgeiziges Wefen fchilbert, gleichwohl das Zeugniß 
nicht vorenthält: „Bene rexit Ecclesiam [scil. Moguntinam] 
et bona plura fecit.“) 


1) Trithem., Chron. Hirsaug. (ed. 4. 1050) II, 364. Bgl. auf 
fein Lob in dem v. Kremer, Origg. Nassoicae II mitgetheilten 
carmen, wo es pag. 437 heißt: 

Promicat inter vos ceu elarum sidus Olympi 
Joannes, nulli vera virtute secundus etc. 


































































































300 Lvamennais ſche Apborismen. 


kann. Reigen Sie mir in dem Beſtehenden eine Möglichkei 
der Rettung. Wir haben alle Chancen verbraugt und vernich 
tet. Sehen Sie nur, welden Männern überall die Staats 
geihäfte anvertraut find; ſuchen Lie eine einzige vernünftig: 
Idee in diefen Köpfen voll der uniinnigjten und unſeligſten 
Irrthümer, ein einziges hochherziges Gefühl in biefen gemeinen 
Seelen. „Ib rechne nicht mehr auf dieſe Leute”, werden Si 
nir jagen, Auf wen ſonſt? Kamm in dem gegenwärtigen 
Staat, der immer ſchlechter wird, ein vernünftiger, ein ehrlicher 
Mann noch zur Macht gelangen? Und kann diefer Staat fid 
ändern, Tann er bejjer werden ehne eine Revolution, die alled 
über den Haufen wirft? Ich alaube ed nicht. 
18. Jän. 1823. 


Redtiertigung dieſer Klage 


Man wirft mir ver, daß ich gefagt, die jeciale Ordnung fei 
nicht krank als je. Ich gebe aerne zu, daß vor der Nevolutien 
die Maſſe des Volkes verdorbener war und daR diefe Fäulniß 
ohne Unterlag zunabm; daß ſich Dagegen beurzutage bei einem 
arefen Theil der Bevölkerung eine Nüdlehr zu religidjen Prin: 
cipien und felalih zu Allem, was gut it, bemerflih macht. 
Nun aber, da man andererfeitd zugibt, daß es ehemals wahr: 
baft jeciale Anititutionen und Gefege gab, die jetzt nicht mehr 
eriftiven, daß es weſentlich chrijtlide Negierungen gab, denen 
antichriſtliche Negierungen gefeigt find; und da dic Negierungen, 
ie Anjtitutienen und die Gelege gerade das find, was ich unter 
focinier Ordnung verftche, ſe glaubte ih daraus ſchließen zu 
fünnen, daß die ſociaꝛe Ordnung mehr frank ſei als je. Das 
gegemeärtige Gute iſt individuell und rettet felglih nur das 
Individuum; Das Boſe iſt allgemein und richtet die Völker 
zu Grunde. 

Man wirft mir zweitens ver, daß ich glaube, eine Kata- 
ftrepbe ſei netbwendig 8 Züchtigung oder als Heilmittel. Ich 
graube in der That, daR fie notbwendig iſt ſewohl als Heil: 
mittel wie as Züchtizung. Aber veriucben wir es, uns über 
dieien Puntt zu veritändigen. Man jagt: wir werden, wir 
tünnen nicht mebr ſeben, mad wir bereits geicben baben; ober 



























































324 J. Kuabenbauer: ber Prophet Iſaias. . 


Wenn auch bie und da in dem Einzelerflärungen eine 
hende Anfiht ihren berechtigten Platz haben mag, fo 
wir uns bod im Ganzen mit den fo befonnenen ale jd 
nigen Bemerkungen des Verfaſſers nur einverftanden er 
Das Bud ift recht dazu geeignet, viel Nuten und Ge 
ftiften, fowohl zur perfünlien Erbauung des Lefers be 
gen, als auch zur Verwerthung für den paftorellen Gt 
ben fo reichhaltigen Propheten bem vollen Verſtändniß 
fließen. 

















































































































































































































404 Preußen und das Reid. 


befreienden Stellung bewußt zeigte. Fürft Bismarck jelbft 
ließ e8 ſich gerne gefallen, daß man ihn als den großen 
Epigonen des Wittenberger Mönches pries. Vorbei! Man 
fpricht nicht mehr von ber Reformation und ihren geiftigen 
Siegen, nicht mehr von den idealen Gütern, welche als Erb- 
theil der Reformation dem beutfchen Volke verblieben; nur 
am Golde hängt, nad) Golde drängt Alles, was an jtaats- 
männifchen Gedanken dem Haupte des eifernen Kanzlers 
entfpringt.” 1) 

Wenn wir no einmal die ganze Laft überfchauen, die 
der moderne Atlas auf feine Schultern genommen hat, fo 
drängt fich immer wieder die Frage auf: wer foll das nad) 
ihm tragen? Die vier Augen! 


1) „Neue Freie Preſſe“ vom 4. April 1882. — Das Organ 
wiederholt bie in einem Juden⸗Blatt befonders interefjante Sen: 
tenz: „Die Jagd nad) dem Golde ift etwas Verhängnißvolles ; 
wer ſich ihr ergibt, bleibt ihr Gefangener.“ 




















































































































440 Oeſterreichiſche 


unglückliche Löfung dieſer ſchwierigen Aufgabe für das Ge- 
fammtreih, für Gegenwart und Zukunft, zum Heil oder 
Unheil der Staatsbürger Defterreihs in Anfprucd nehmen 
darf. Um Unparteilichfeit ift e8 eine fchöne Sache und doch 
wird es immer Fragen geben, in welcher nur Heuchelei und 
Phariſäerthum den Schein der Unparteilichfeit ſich anmaßen 
kann. Wenn fi der Streit ob ſchwarz oder weiß, Licht oder 
Schatten erhebt, da möchten wir den ehrlichen Mann fennen 
lernen, der fich nicht für das Kine von beiden zu entjcheiden 
genöthigt fähe. Die öfterreichifche Schulfrage läßt aber in 
gleicher Weife nur die Alternative zwiſchen ben Gegen: 
fügen zu. 

Unfere Schulgefeßgebung krankt an allen jenen Maͤngeln 
und Gebrehen, an welchen ihr Vater, der Liberalismus, 
leidet. Und wie der Liberalismus zum politiichen Bankrott, 
zur Auflöfung der focialen Ordnung und zum wirklichen 
Kampf um's Dafeyn führen muß, jo wird die Volksſchule 
als Mittel zur Beſchleunigung des Zerſetzungoprozeſſes der 
Geſellſchaft und des Ausbruches der gewaltigen Kataſtrophe 
dienen, welche die Menſchheit erjt mit der ganzen Bedeutung 
deffen, was man bis nun in frivoler Weiſe als „Culturkampf“ 
bezeichnet, vertraut machen wird, Cs wäre tief bedamerlich, 
wenn man unfern Worten Teine andere Bedeutung als die 
hohler Deflamation beimejjen wollte. Die Sturmvögel, 
welche laut Frächzend zu unfern Häuptern jchwirren, der 
bobe Wogenſchlag, der die Näbe der Fluth verfündet, das 
Rauſchen und Braufen, das durch die Luft geht, legen Zeug: 
niß für uns ab Am ſtillen Schulbauje wird ver Wind 
gejüet, der einjt als Sturm das Land durchfegend, uralte 
Bäume entwurzeln und die Webnräume glüdliber Menſchen 
zertruͤmmern ſoll. 

Die ältere öſterreichiſche Volksſchule war nicht frei von 
Feblern und die an ihr angeſtellten Lebrer friiteten ein gar 
rũmmerliches Yeben, das der Aufreibtbaltung der Standesebre 
wicht förderlih war. Die Wiſſenſchaft der alten Schulmeifter 














































































































































































































526 


Poetiſches: 


ſüß katholiſch klingt das Theodor Aubanel'ſche „Gebet“ 


(©. 18): 


Heil’ges Bild im Haine, 
Schönes, ſchönes Kreuz, 
Schmücket did fo feine 
Aller Waldblumen Reiz! 
Jeſus liebend lauſchet 

Auf die Nachtigall, 

Ach, ſein Herzblut rauſchet 
Wie des Brünnleins Fall. 
Durch Dein Kreuz und Leiden 
Vom Fegfeuer frei 

Das Paradies der Freuden, 
Herr, uns gegeben ſei. 


Wenn Ludwig Simeon Lambert's kleines Gedicht: 
„Der Stern von Bethlehem“ (S. 30) uns an Johannes 
Schrott erinnert, fo liegt dieß gleicherweiſe an Inhalt und Vers: 
maß; und wer trüge Bebenten, ben „Letzten Gruß” bes er- 
wähnten Aubanel (S. 23) für ein urmwüchfig deutſches Lied 


binzunehmen ? 


Ich flieg über Zaden und Riffe 
Hinauf, wo das Bergfchloß fteht, 

Ich flieg zu den Zinnen ber Thürme, 
Wo Mnarrend die Fahne ſich dreht. 
Ich fah ein Segel im Himmel 

Weiß jhimmern über dem Meer, 

Als 0b es ein Bogelfittich, 

Ein weißer Seeabler wär! 


Ich ſah es noch weit, noch weiter, 
Und ſah es noch lange Zeit, 

Dann fah id nur mehr die Sonne 
Und des Meeres Unendlichkeit. 

Da bin ih hinuntergeftiegen 

Und lief wie bethört am Strand — 
Und ſchrie einen Tag ihren Namen 
Hinaus. über See und Land. 


Etwas bezeichnender franzöfifh in ber Wenbung bed Ge- 
dankens ift das rührend innige Sonett ber Dichterin und Did 
tergattin Rofo-Anais, „Das Kämmerlein" (S.17). Was 















































Aegypten und bie Mächte, 543 


er ftellte daS Collegium in Schwyz wiederum her, trachtete das 
Fabrikweſen zu Kriftianifiren und gründete zu dieſem Behufe 
nur zu viele Fabriken; nebenbei wirkte er als Spital und 
Waifenvater, als Mitglied gemeinnügiger Geſellſchaften, ale 
Mifionär, Beichtvater und Prediger, feit 1860 aud) noch ale 
Generalvifar bes Bisthums Chur, Er erlag feinen riefigen 
Anftrengungen plößlihb am 15. Hornung 1865. 


AXXVIIL 


Zeitlänfe. 
Tie Entſcheidung in Aegypten; England und bie Mächte. 
Ten 24. Eeptember 1882. 


Gottlob: die Würfel find rajch gefallen im Nillande ; 
das Blendwerk der fogenannten „National Erhebung“ in 
Aegypten ijt zerjtoben bei der erjten Berührung mit dem 
englifchen Banner, und man jieht wieder klarer in jene Welt 
des Orients, in die das hriftliche Abendland mit feiner ganzen 
Zukunft nun abermals durch neue und ftarfe Bande hineins 
gezogen jenn wird. Ob diefe Bande englijchen oder anderen 
Urfprungsjtempel tragen, Fümmert uns viel weniger, als 
daß fie überhaupt gewoben und geknüpft werben. Der Aus- 
blie auf den Orient ift die einzige Herzerhebung, die ben 
abendländifchen Nationen in ihren enge geworbenen, mit 






































560 Aegypten und die Mächte. 


jtriden oder fih felber von den Berliner Congrekfejjeln 
wieder zu befreien. Uebrigens paßt des Reichskanzlers be- 
kanntes Wort: „Was kannſt Du armer Teufel geben ?* auf 
England nit. Es könnte aus dem türkifchen Leib und 
Umgebung Riemen für alle Mächte ſchneiden bis auf Eine. 
Da fißt der Haden der Compenfationg = Politif, zu deren 
weiterer Erörterung wir uns vorerft nicht wieder verftei- 
gen wollen. 























































































































XLI. 
Zum ſiebenten Centenarinm des HI. Franzislus. 


In dem reizend gelegenen Afjifi erblickte ber HI. Fran— 
ziskus, mit Recht der „Seraph“ ') genannt, Ende September 
1182 das Licht der Welt. Noch im Sünglingsalter zeigte 
er ber Welt bereit8 das glänzende Beifpiel größter Ent- 
fagung und er erreichte, ſoweit e8 dem Menſchen in diefem 
Leben überhaupt möglih ift, den Höhepunft ber Liebe 
zu Gott. 

„Bon feinem Aufgang war er noch nicht ferne, 
„Als er bie Erde ſchon empfinden ließ 
„Den ſüßen Troft von feiner großen Tugend.“ 
(Dante.) 

Seine Innigfeit war fo groß, daß er in ben tiefen 
Betrachtungen auf dem einfamen Berge Alverno mit ben 
Wundmalen des Herrn ausgezeichnet wurde, 1224. 

„Auf rauhen Fels gebettet zwifchen Arno 
„Und Tiber warb ihm Chrifti letztes Siegel, 
„Das trugen feine Glieder zwei der Jahre.“ 
(Dante.) 

Kaum 44 Jahre alt verließ der Heilige bereits dieſes 
Xeben, 1226, mit den Worten: „Herr befreie meine Eeele 
aus dem Kerker, auf daß ich preife deinen Namen.” 

Wenige Heilige haben auf ihre Zeit eine fo zündende 
Wirkung ausgeübt und haben audy die fpäteren Jahrhunderte 


1) „Seraphifh ganz von Liebe voll”, fagt Dante (Paradies, 
11. Gejang) von bem Heiligen. 

































































624 Schweizer Efizjen: 


Zerrüttung auf der dunkeln Folie ber allgemeinen europäijchen 
Zerrüttung und ihrer Gefahren erfcheinen laſſen. Aber die 
Frage drängt fich fchließlich doch auf: wie nehmen ſich auf 
einem ſolchen Hintergrunde die Faiferlihen Proflamirungen 
ber großen Socialreform vom 17. November und 27. April 
aus? Ein Staatsmann, der die Hand an den Pflug ber 
Socialreform Legt, darf nicht rückwärts fchauen, fonft weiß 
er entweder nicht, was er thut, oder es ift ihm nicht Ernft ! 


XLIII. 


Schweizer Slizzen und Bilder. 


V. Das alte Baſel. 


Es war noch in der voreiſenbahnlichen Zeit, als ich das 
erſtemal auf der langen hölzernen Brücke ſaß und Baſel an— 
ſtaunte. Der Rhein wogt mit ruhiger Majeſtät heran, Groß: 
bafel von Kleinbafel oder Neubafel, wie es nunmehr heißt, 
trennend und unterhalb der Stadt bald nad reits verſchwindend. 
Bafel erfchien von jeher mweit größer als es in Wirklichkeit ift; 
wo 1827 erft 16,400 Menſchen Iebten und nod heute Feine 
60,000 haufen, da Tann von einer Großftabt nicht die Rebe 
feyn. Der imponirende Eindruck Hat allerlei Gründe. Der 
Rhein felbft ſcheint von feiner Majeftät einen Theil herzugeben, 
mander ftattlihe Bau würde in feinen Yluthen ſich fpiegeln, 
wären biefe nur nicht ſtets trübe. Viele Häufer der innern 



































636 Schweizer Skizzen: bas alte Bafel. 


ober Anhänger ber Brüdergemeinde gibt es in Bafel feit Tanger 
Zeit. Sie ftehen mit Herrenhut in enger Verbindung und bilden 
eine wirkliche Sekte, melde zwar die Kirche befuchen, nebenbei 
aber ein eigenes Bethaus und einen eigenen Vorſteher haben. 
Die Pietiften find die Stillen im Lande, welche unter fi zu: 
fammenhalten, keine öffentlihen Geſellſchaften befuchen und 
felten von fi reben mahen. Neben ihnen war bie Sekte ber 
Methodiften oder Momiers bereits aufgelommen. Viele Baſel er 
find Mitglieder der Miſſions- und Vibelgefelfhaft und unter: 
fügen die Inſtitute lebhaft. An ihnen wurde mit Grund nur 
mißbilligt, baß fie geiftlofe Traktätlein in alle Welt ausftreuen 
und nit bloß die römiſch-katholiſche Kirche, fondern jede etwas 
freiere Religionsanfigt und Bibellehre befehden. 

Die Skizzen des „Morgenblattes“ fließen damit, ber 
größere Theil der Bafeler feien keine Seftirer, wohl aber fehr 
fleißige Kirchengänger. Der Berfaffer mödte die Frömmigkeit 
ber Bajeler keineswegs Frömmelei oder gar Heuchelei nennen, 
wohl aber ben herrſchenden religiöfen Geift einen trübfinnigen, 
lebensſcheuen und egoiftifhen. Auch zweifelt er keine swegs daran, 
daß bei aller äußeren Demuth eine gute Dofis geiftlihen Stolzes 
fi miteinmiſche. 
































































































































































































































716 Angelo Secdi: bie Größe der Echöpiung. 


Verbindungen, beherrfcht durch die weisheitsvole Macht 
eines allordnenden Schöpfers. 

Wil Sechi die atomiftifh-mechanifche Naturanfiht auf 
derartige Weiſe auch durch eine teleologifche ergänzt wijjen, 
fo bat er andererfeitS doch dem XAriftotelifch- Thomiftifchen 
Begriffe von der MWejensform und den Wefensformen bie 
gebührenbe Berechtigung und Würdigung vorenthalten. In 
gegenwärtigen Vorträgen tritt diefes indejjen weniger hervor. 
Sie wollen nur die Größe der Schöpfung nad) verfchiedenen 
Seiten hin unferm Auge näher rüden und haben dieſen 
Zwed auch in einer ebenfo beredten wie anziehenden Weije 
erreicht. Sie bilden fozufagen das Teftament eines großen 
Naturforjchers. 

A. S. 




































































































































































































































































808 Leiſt's Urkundenlehre. 


ungewohnten Neuheit der Sache gleichwohl jedem Leſer verſtänd⸗ 
lich und einleuchtend wird. 

Das andere Verdienſt des Buches iſt, daß damit endlich 
wieder einmal ein Werk geſchaffen iſt, wodurch das ganze Ma⸗ 
terial der geſchichtlichen Hülfswiſſenſchaften nach dem Stande 
ber gegenwärtigen Forſchung geſichtet und geordnet zur Anſchauung 
der Geſchichtofreunde kommt. Einzelne Nachträge Tann ſich Jeder 
nach Belieben machen; Weſentliches wird Niemand vermiſſen, es 
müßte denn Jemand mit mir den Jahrescyklus nad ben 35 
verſchiedenen Oftertagen eingereiht wünfchen. Eng gebrudt hätte 
berfelbe, fammt einem Verzeichniſſe der wichtigften Heiligen, das 
Bug kaum erheblich vergrößert, dafür aber Mandem bie An- 
[haffung eines eigenen Kalendariums erfpart. 


J. Mayerhofer. 










































































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888 Randgloffen zur ſocialpolitiſchen Discuſſion. 


fi die Vorbereitung bes focialen Natureigniffes zur definitiven 
Aufgabe madt ? 

Schließlich kann man fi kaum des Eindrucks erwehren, 
daß jeder andere Kampf gegen den Groß-Capitalismus fi 
in einem vitiöfen Zirkel bewege, infoferne ein entfprechendes 
Vorgehen dem Staat und feiner Gefeßgebung zugemuthet 
werden will. Denn folange der Staats: und Rechtszuftand 
befteht, welcher dem „Welthaufe” Rothſchild conkrete Geftaft 
anzunehmen geftattet hat, wird fich Feine Regierung und kein 
Parlament dem machtvollen Einfluß der Börjenfürften ent⸗ 
ziehen koͤnnen, und find diefe modernen Dynaftien ihrer Milliar- 
den und deren kaninchenhafter Fruchtbarleit fiher. Hoͤchſtens 
wird man fi von ber Noth dazu treiben laflen, an bem in 
der Sroßinduftrie arbeitenden Eapital abzuzwaden, und das 
Tann fich ber Liberalismus wie die regierende Finanzmacht 
als billige Ranzionirung am Ende gefallen Laffen.